Reicht eine App wie Duolingo, um eine Sprache zu lernen?

Lingo in Strickweste, mit Kreide in der Hand, erklärt an der Tafel

Für den Einstieg und tägliche Routine funktionieren Apps wie Duolingo gut, sie halten dich bei der Stange. Schwach sind sie beim Sprechen unter Zeitdruck. Wer in sechs Wochen im Restaurant bestellen will, verliert in einer App Zeit mit Inhalten, die fürs Ziel egal sind. Ein Kurs mit persönlichem Plan sortiert nach deinem Termin — das ist der eigentliche Unterschied, nicht die Qualität der Übungen.

Was Apps gut können — ehrlich

Gamification wirkt: Streaks und Level bringen Menschen zum täglichen Üben, und tägliches Üben ist der halbe Spracherwerb. Für Wortschatz-Aufbau ohne Termindruck ist eine gute App unschlagbar günstig. Wer einfach neugierig auf eine Sprache ist, braucht keinen Kurs — das sagen wir auch auf unserer Startseite.

Die Grenzen: Apps unterrichten alle gleich, vom ersten Tag an in fester Reihenfolge. Sie wissen nicht, dass du in vier Wochen nach Lissabon fliegst und deshalb Hörverstehen vor Schreibübungen brauchst. Und der Streak belohnt das Öffnen der App, nicht das Können.

Die Kombinations-Wahrheit

Die beste Antwort ist oft „beides“: eine App für die tägliche Routine, ein zielgerichteter Kurs für das, was bis zum Termin sitzen muss. Unser Kurs setzt dabei auf Wiederholung nach Fehlern (was du nicht kannst, kommt wieder) statt auf Streaks — dein Termin ist die Deadline, nicht die App. Abzeichen für geleistete Arbeit gibt es bei uns auch, aber nach anderer Mechanik: Sie zählen, was du gearbeitet hast, und können nicht verfallen. Ein Streak bestraft den Tag, an dem du krank bist; ein Abzeichen kann das gar nicht.

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