Welche Sprache ist für Deutsche am leichtesten zu lernen?

Lingo in Strickweste, mit Kreide in der Hand, erklärt an der Tafel

Für Deutsche sind zwei Antworten richtig: Englisch und Niederländisch sind durch die Sprachverwandtschaft am vertrautesten. Grammatisch am einfachsten ist aber Indonesisch — keine Artikel, kein Genus, keine Fälle, keine Konjugation und keine Zeitformen. Unter den romanischen Sprachen gilt Spanisch als der leichteste Einstieg, weil es fast vollständig lautgetreu geschrieben wird.

Leicht ist nicht gleich leicht

„Leicht“ hat zwei Dimensionen: Wie vertraut ist der Wortschatz — und wie viel Grammatik-Apparat muss man aufbauen? Englisch punktet beim Wortschatz (tausende gemeinsame Wörter), hat aber mit seinen Zeiten und seiner Rechtschreibung echte Tiefen. Indonesisch ist umgekehrt: null vertrauter Wortschatz, aber ein Grammatik-System, das in einer Woche erklärt ist.

Spanisch und Italienisch liegen dazwischen: lautgetreue Aussprache, viele erkennbare Wörter (über das Lateinische), aber Konjugation und Vergangenheitsformen, die Arbeit kosten. Französisch ist bei der Grammatik ähnlich, verlangt aber deutlich mehr Aussprache-Arbeit (Nasale, stumme Endungen, Bindung).

Die pragmatische Antwort

Die leichteste Sprache ist die, für die du einen echten Anlass hast. Motivation schlägt Sprachverwandtschaft: Wer in sechs Wochen nach Bali fliegt, lernt Indonesisch schneller als jemand ohne Termin Spanisch. Deshalb beginnt bei uns alles mit der Frage nach deinem Anlass — nicht mit einer Rangliste.

Weiterlesen: