Spanische Aussprache: neun Regeln, zwei Fallen
Spanisch ist lautgetreu — konsequenter als Italienisch. Die Fallen heißen j, ll und das stumme u. Wer die kennt, liest alles richtig.

Paella heißt pa-E-ja. Das ll ist ein deutsches j.
Die Regeln
j und g vor e, i
j immer, g vor e und i: ein Reibelaut wie deutsches ch in „Bach“ — nicht wie deutsches j.
jamón = cha-MON, nicht „ja-mon“. gente = CHEN-te.
jamón — Schinken · gente — Leute
gu und qu
gue, gui und que, qui — das u wird nicht gesprochen, es hält nur den harten Klang. Soll es klingen, bekommt es zwei Punkte: güe.
queso = KE-so. Das u ist nur ein Schutzschild für das k.
queso — Käse · guitarra — Gitarre
ll und y
ll klingt in fast ganz Spanien und Lateinamerika wie ein deutsches j. y genauso — außer allein stehend, dann ist es „und“ und klingt wie i.
paella = pa-E-ja. Nie „pa-el-la“.
paella · llave — Schlüssel
ñ
Wie das italienische gn und das deutsche nj in „Kognak“.
mañana = ma-NJA-na. Ohne Tilde wäre es „ma-na-na“ — ein anderes Wort.
mañana — morgen · año — Jahr
z und c vor e, i
In Spanien wie das englische th in „think“. In Lateinamerika schlicht wie s. Beides ist richtig — entscheide dich für eins.
cerveza = ther-BE-tha (Spanien) oder ser-BE-sa (Amerika).
cerveza — Bier · cinco — fünf
h ist immer stumm
Das h wird nie gesprochen — auch am Wortanfang nicht.
hola = O-la. hay = ai.
hola — hallo · hay — es gibt
Spanien oder Lateinamerika?
Der berühmte Lisp-Laut (cerveza als ther-BE-tha) ist Spanien; Lateinamerika sagt schlicht s. Beides ist richtig — wichtig ist nur, dass du dich für eines entscheidest und dabei bleibst.

Genug gelesen?
Zwei Minuten Einschätzung, und du weißt, womit du anfangen solltest — und was du getrost überspringen darfst.
Los →