Nach der IVK: der Übergang in die Regelklasse
In der Internationalen Vorbereitungsklasse (IVK) lernen neu zugewanderte Kinder in einem geschützten Rahmen Deutsch — in Hamburg in der Regel ein Jahr lang. Dann kommt der Wechsel in die Regelklasse, und genau dort entscheidet sich, ob das Gelernte trägt: Der Unterricht wartet nicht, und die Sprache des Matheheftes ist eine andere als die der Pause.

Die IVK baut das Fundament — tragen muss es in der Regelklasse.
Warum der Übergang die eigentliche Hürde ist
Alltagssprache kommt zuerst: Nach einem Jahr verstehen die meisten Kinder die Pause, den Sportunterricht, die Ansagen. Was fehlt, ist die Bildungssprache — „berechne“, „unterstreiche“, „begründe“ stehen in keinem Alltagsgespräch, aber in jeder Aufgabenstellung.
Die additive Sprachförderung — zusätzliche Förderstunden neben dem Regelunterricht — endet an vielen Schulen mit dem IVK-Jahr oder wird knapper, sobald das Kind in der Regelklasse sitzt. Der Sprachförderbedarf endet aber nicht mit dem Wechsel; er verändert sich nur.
Was hilft: den Sprachstand nicht einmal, sondern fortlaufend im Blick behalten, den Wortschatz des Fachunterrichts gezielt üben — und die Familie einbeziehen, in ihrer Sprache. Elternarbeit funktioniert dann, wenn die Eltern verstehen, worum es geht.
Was Schulen und Familien konkret tun können
Für Schulen: Programme wie MITsprache (Stiftung Fairchance) oder schulinterne Förderbänder tragen die Förderung über den Übergang hinaus. Digitale Übung ergänzt sie dort, wo Personal fehlt — sie ersetzt keine Förderlehrkraft, aber sie übt geduldig weiter, wenn die Stunde vorbei ist.
Für Familien: Zu Hause zählt nicht Korrigieren, sondern Dranbleiben — vorlesen lassen, nachfragen, die eigene Sprache weiterpflegen. Eine starke Erstsprache ist keine Konkurrenz zum Deutschen, sondern sein Fundament. CrashLingo stellt dafür eine Elterninformation auf Deutsch, Arabisch und Türkisch bereit.
Ehrlich zur Einordnung: CrashLingo passt heute ab Klasse 5 — für Kinder aus weiterführenden IVKs und für alle, die sicher lesen. Eine Grundschulfassung entwickeln wir gerade gemeinsam mit einer Hamburger Grundschule; sie wird bewusst nur Deutsch als Zweitsprache und Englisch können, mit Erklärungen, die an die Herkunftssprache anknüpfen.

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