Englische Aussprache: die deutschen Fallen
Verstanden wirst du mit Schulenglisch überall — aber th als s, w als v und deutsch-deutliche Silben verraten dich sofort. Die Fallen sind zählbar, und jede hat eine Regel.

Zunge zwischen die Zähne: think, nicht sink.
Die Regeln, an denen Deutsche scheitern
th — die Zunge muss raus
Zungenspitze zwischen die Zähne: think (stimmlos, wie scharfes s mit Zunge), this (stimmhaft, wie weiches s mit Zunge). Ein s oder z stattdessen ist DER deutsche Akzent.
Lieber übertrieben die Zunge zeigen als „sink“ statt „think“ sagen — sink heißt untergehen.
think — denken · this — dieses
w gegen v
w wird mit gerundeten Lippen gesprochen wie ein kurzes u: water = uater. v ist das deutsche w: very. Wer beides gleich spricht, macht aus „wine“ ein „vine“ (Rebe).
Kussmund für w: wine, water, week — die Lippen formen ein o.
water — Wasser · very — sehr
Das stumme gh
gh ist fast immer stumm (night, light, daughter) oder wird f (laugh, enough). Die Folge ough hat mehrere Aussprachen — die häufigsten Wörter lernt man einzeln.
night = nait, laugh = laf, through = thru — drei Muster decken fast alles ab.
night — Nacht · laugh — lachen
Das magische e
Ein stummes -e am Wortende macht den Vokal davor zum Alphabet-Laut: hat (hät) gegen hate (heit), bit gegen bite.
Das e am Ende ist stumm, aber mächtig: es ruft den Vokal beim Namen.
hat / hate · bit / bite
r — nur vor Vokal (britisch)
Im britischen Englisch klingt r nur vor Vokalen: red ja, car = kaa, water = uo-ta. Amerikanisch spricht jedes r. Beides ist richtig — wähle eins.
Britisch: das r am Silbenende ist nur Deko. car = kaa, four = foo.
car — Auto · four — vier
Der Schwa — der häufigste Laut
Unbetonte Silben schrumpfen zum Murmellaut ə: about = ə-BAUT, banana = bə-NA-nə. Wer unbetonte Silben deutsch-deutlich spricht, klingt hölzern.
Englisch betont wenige Silben stark und nuschelt den Rest — das ist keine Faulheit, das ist die Sprache.
about · banana
Britisch oder amerikanisch?
Der Kurs lehrt britisches Englisch — das r am Silbenende bleibt stumm, water ist ein uo-ta. Amerikanisch spricht jedes r. Beides ist überall verständlich; wichtig ist nur, konsequent zu bleiben.
Der unterschätzte Schlüssel ist der Schwa: Englisch betont wenige Silben stark und murmelt den Rest. Wer das übernimmt, klingt sofort natürlicher — ganz ohne perfektes th.

Genug gelesen?
Zwei Minuten Einschätzung, und du weißt, womit du anfangen solltest — und was du getrost überspringen darfst.
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