Indonesische Aussprache: die dankbarste der Welt
Indonesisch wird in lateinischer Schrift geschrieben und fast deutsch ausgesprochen. Die Ausnahmen passen auf eine Handkarte — c wie tsch ist die wichtigste.

c ist immer tsch: cabai heißt tscha-bai.
Die wenigen Regeln
c ist immer tsch
Der Buchstabe c klingt immer wie deutsches tsch — nie wie k, nie wie s.
cabai (Chili) = TSCHA-bai. Wo ein c steht, hörst du tsch.
cabai — Chili · cuci — waschen
j ist dsch, y ist j
j wie in Dschungel. Das deutsche j schreibt sich y.
jalan (Straße) = DSCHA-lan. ya (ja) = ja.
jalan — Straße, gehen · saja — nur
ng und ny
ng ist der Laut in „singen“ — auch am Wortanfang. ny ist das spanische ñ, wie in „Kognak“.
nasi goreng endet auf denselben Laut wie „Ring“. nyaman = NJA-man.
goreng — gebraten · orang — Mensch
Das zweifache e
e steht für zwei Laute: meist ein tonloses Schwa wie in deutsch „bittE“, manchmal ein klares é. Geschrieben wird beides gleich — das muss man pro Wort lernen.
besar (groß) = b'SAR mit Schwa. meja (Tisch) = ME-dscha mit klarem e.
besar — groß (Schwa) · sedikit — wenig (Schwa)
Vokale bleiben rein
a, i, u, o klingen immer gleich — kurz, klar, unverändert. Keine Umlaute, keine Diphthonge außer ai und au.
buku = BU-ku, beide u gleich. Kein deutsches „Buhku“.
buku — Buch · kamu — du
r wird gerollt, h ist hörbar
r ist ein gerolltes Zungenspitzen-r wie im Italienischen. h wird gesprochen — auch am Wortende, wo es im Deutschen verschwinden würde.
rumah (Haus) endet hörbar auf h: RU-mah, nicht „ruma“.
rumah — Haus · murah — billig
Warum Indonesisch der leichteste Einstieg Asiens ist
Indonesisch hat keine Töne wie Thai und keine neue Schrift wie Japanisch zu lernen, dazu fallen Konjugation und Fälle komplett weg. Das macht es zur zugänglichsten Sprache Südostasiens, und ein einziger Satz auf Bahasa öffnet dort jede Tür, weil ihn kaum ein Tourist versucht.

Genug gelesen?
Zwei Minuten Einschätzung, und du weißt, womit du anfangen solltest — und was du getrost überspringen darfst.
Los →